Fliegerhorst

Der Fliegerhorst Wunstorf wurde im Zuge der Aufrüstung und Kriegsvorbereitung des NS-Regimes im Jahre 1935 angelegt; viele Bauern, insbesondere aus Klein Heidorn, mussten dafür Land opfern. Flieger des Stützpunktes gehörten schon bald darauf der Legion Condor an, die im Spanischen Bürgerkrieg zur Unterstützung der Truppen des späteren Diktators Franco Bombenangriffe flog. Unter anderem wurde dabei die baskische Stadt Guernica zerstört.Während des Zweiten Weltkrieges beherbergte der Fliegerhorst vor allem Jagd- und Zerstörerverbände, die von hier aus die Bomberströme der Alliierten angriffen.
1945 wurde der Fliegerhorst von der britischen Luftwaffe übernommen, die ihn weiter ausbaute. Viele der englischen Soldaten wurden in der neu erbauten Reihenhäusern der „Roten Siedlung“ in der Oststadt untergebracht.
Die Luftbrücke zur Versorgung der Berliner Bevölkerung während der sowjetischen Blockade Berlins hatte ihren eigentlichen Beginn mit dem Start einer C-47 („Rosinenbomber“) am 28. Juni 1948 in Wunstorf.

1958 erfolgte die Übergabe des Fliegerhorstes an die Luftwaffe der drei Jahre zuvor gegründeten Bundeswehr, die zunächst ihre Flugzeugführerschule S hier stationierte. Die Verabschiedung von Bundeskanzler Adenauer 1963 fand auf dem Fliegerhorst Wunstorf mit großer Truppenparade statt.

Die Flugzeugführerschule S wurde 1978 umgewandelt in das Lufttransportgeschwader (LTG) 62. In den Jahren zuvor war das Transportflugzeug Transall eingeführt worden, das seither ständig im Luftraum über Wunstorf präsent ist. Verstärkt seit den 1990er Jahren und den verschiedenen Beteiligungen der Bundeswehr an UN-Missionen sind die Transall-Maschinen auch im UN-Weiß vor den Hallen des Fliegerhorsts aufgereiht. Der Fliegerhorst ist seit 1960 immer wieder Schauplatz der bei der Bevölkerung beliebten „Tage der offenen Tür“, zuletzt im Juni 2005 anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Bundeswehr

Military Aviation C160 Transall