Hölty-Gymnasium
Geschichte
Das Hölty-Gymnasium Wunstorf wurde 1922 als Aufbauschule nach dem Lehrplan einer Oberrealschule gegründet. Als Nachfolgeeinrichtung des vormals Königlich-Preußischen Evangelischen Schullehrerseminars sollte die Schule „Schüler, die sieben Jahre die Volksschule mit gutem Erfolg besucht haben, in sechs Jahreskursen zur Reife für die Universität vorbereiten“. Der Grundstein für das Lehrerseminar war 1872 gelegt worden: das langgestreckte Backsteingebäude an der damaligen Bahnhofstraße wurde 1876 nach den Plänen des Berliner Baumeisters Knoblauch im neogotischen Stil vollendet.
Das alte Seminargebäude, „der Kasten“ - wie die Wunstorfer es nannten -, bildet auch heute noch den Hauptteil der Schulanlage, die inzwischen um mehrere Anbauten und die benachbarte Scharnhorstschule (frühere Knaben- und Mädchen-Mittelschule) erweitert worden ist. Waren es bei der ersten Abiturprüfung acht Abiturienten, so erhalten heute durchschnittlich 130 Schülerinnen und Schüler das Abiturzeugnis. Besondere Schwerpunkte werden in den Bereichen Studien- und Berufswahl, Auslandspartnerschaften, Musik und Theater sowie Neue Technologien gelegt.
Viel älter als Hölty-Schule und Lehrerseminar ist die Geschichte des „gelehrten“ Unterrichts in Wunstorf. Das im 9. Jahrhundert gegründete Stift Wunstorf hatte schon früh eine eigene Stiftsschule zur Heranbildung geistlichen Nachwuchses.
Diese Stiftsschule, 1288 auch urkundlich nachgewiesen, wurde nach Gründung des Lehrerseminars mit der Seminarübungsschule vereint.