Luthe
Das Dorf Luthe wurde erstmals 1228 urkundlich erwähnt, doch die gute Lage im Marschland der nahen Leine und am fischreichen Luther See (einem alten Leinearm) hatte schon Jahrhunderte vorher hier Menschen sich ansiedeln lassen. Der fruchtbare Boden der Luther Feldmark begünstigte Ackerbau und Viehzucht und ließ im späten Mittelalter das Entstehen von relativ vielen Meierstellen zu.
Nachdem es zunächst zur Herrschaft der Grafen von Wunstorf gehört hatte, ging das Dorf 1447 in das Eigentum der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg über. Diese gliederten es dem Amt Blumenau ein. Bereits 1519 ergab sich aus dieser Zugehörigkeit eine schwere Belastung: Wie viele andere Orte des Amtes wurde auch Luthe während der Hildesheimer Stiftsfehde niedergebrannt. Weniger schlimm traf es Luthe während des Dreißigjährigen Krieges, doch unterwarf auch dieser die Dorfbevölkerung harten Belastungen. Insbesondere die Meierhöfe litten durch Kontributionen und Raub stark, so dass 6 von 9 Vollmeier- und 7 von 8 Halbmeierhöfen zeitweise aufgegeben waren.
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